Grundsätze aus der gesetzl. Krankenversicherung


§ 1 SGB V *: Solidarität und Eigenverantwortung

Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mit verantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken.

* SGB V = Sozialgesetzbuch 5

Was verstehen wir unter einer sogenannten A- bzw. B-Verordnung?

Eine A- oder B-Verordnung ist immer eine ärztliche Anordnung an den Pflegedienst zur behandlungspflegerischen und evtl. auch grundpflegerischen Versorgung eines Patienten. Dieses durch einen Arzt auszustellende Formblatt nennt sich „Verordnung häuslicher Krankenpflege“ oder (kurz) „VO“ oder auch „KV“.

Diese Leistungen werden (größtenteils) von der Krankenkasse bezahlt. Es handelt sich immer um eine Leistung, die vom Arzt zu verordnen ist und hat nichts mit den Leistungskomplexen der Pflegeversicherung zu tun.

A-Verordnung (§37 Abs.1 SGB V):

Bei einer A-Verordnung handelt es sich i. d. R. um einen Krankheitsfall, bei dem der Patient eigentlich im Krankenhaus behandelt werden müsste, oder, wenn er vorher schon im Krankenhaus war, dort hätte weiterbehandelt werden müssen. Durch den Einsatz des Pflegedienstes der Lebensabend-Bewegung Hamburg (kurz: LAB) und unter Anweisung des behandelnden Arztes kann eine Krankenhauseinweisung vermieden, oder der Patient kann früher aus dem Krankenhaus entlassen werden. Diese A-Verordnung kennt man auch unter den Namen „Krankenhausvermeidungs-Verordnung“.

Der Patient wird entsprechend der Verordnung des Arztes durch die LAB in seinem Haushalt versorgt.

Die häusliche Krankenpflege umfasst die im Einzelfall erforderliche Grund- und Behandlungspflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung. Zur Behandlungspflege zählen Leistungen wie z. B. Verbandswechsel, Blutdruckmessungen usw., zur Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung gehören u.a. Hilfe bei der Körperpflege, Versorgung mit Essen und reinigen der Wohnung.

Wichtig:

Wenn eine A-Verordnung vorliegt, können keine Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen  werden.

B-Verordnung (§ 37 Abs.2 SGB V):

Bei einer B-Verordnung handelt es sich immer „nur“ um behandlungspflegerische Tätigkeiten, wie z. B. Verbandswechsel, Blutdruckmessen etc., die der behandelnde Arzt angeordnet hat.

Die B-Verordnung soll die Ziele der ärztlichen Behandlung sicherstellen.
Die LAB mobil unterstützt somit den behandelnden Arzt bei der Behandlung seiner Patienten.

Während der Laufzeit einer B-Verordnung können Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen und abgerechnet werden.

Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten als Zuzahlung den sich nach §61 Satz 3 SGB V ergebenden Betrag (min. 5,- Euro, max. 10,- Euro), begrenzt auf die für die ersten 28 Kalendertage der Leistungsinanspruchnahme je Kalenderjahr anfallenden Kosten an die Krankenkasse.